Flucht, Migration und Menschenwürde
Vortag und Diskussion mit Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW am
Mittwoch, 29. Januar 2025, um 19 Uhr in Wiehl, Hüttenstraße 1
Viele Menschen sind im ersten Halbjahr 2024 für Demokratie, Menschenrechte und die Unantastbarkeit der Würde aller Menschen auf die Straße gegangen. Das war und ist gut und notwendig so.
Beim Blick auf die aktuellen Diskussionen zur Asylpolitik fragen wir uns aber: Was bleibt da von Menschenrechten und Menschenwürde? Wie können sie angesichts der Einschränkungen beim Asylrecht und den Rufen nach verstärkten Abschiebungen gewahrt bleiben?
Nicht nur von der extremen Rechten, auch aus demokratischen Parteien kommen gerade in den letzten Monaten Forderungen nach Restriktionen in der Migrationspolitik, nach höheren Hürden für Asyl in Deutschland und in der EU. Geflüchtete sollen in Lager an der Außengrenzen der EU interniert werden und dort warten, bis über ihren Antrag auf Asyl entschieden wird. Migration wird als Problem dargestellt, sogar als „die Mutter aller Probleme“. Migrantinnen und Migranten werden als Verursachende einer „Migrationskrise“ abgestempelt. Im EU-Parlament stimmte schon im Oktober die EVP-Fraktion für einen
AfD-Antrag für eine „angemessene Finanzierung physischer Barrieren an den Außengrenzen der Union“ – wo bleibt da die „Brandmauer“ gegen Rechts?
Hier vor Ort erleben wir, dass gut integrierte Mitbürger unvermittelt vom Arbeitsplatz weg abgeschoben werden – in eine ungewisse Zukunft. Einen konkreten Fall aus jüngster Zeit werden wir in der Veranstaltung vorstellen.
Die Menschenwürde der Betroffenen kommt bei diesen Verfahren nicht zur Sprache. Wir wollen gerade im Bundestagswahlkampf die Menschenrechte wieder in den Mittelpunkt der Debatten stellen. Darüber wird Birgit Naujoks von Flüchtlingsrat NRW referieren, darüber wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen.
